Natalie Amiri - Die Biografie
Natalie Amiri – ARD-Auslandskorrespondentin, Iran-Expertin und engagierte Stimme für Menschenrechte
Natalie Amiri ist eine der bekanntesten deutschen Journalistinnen mit Schwerpunkt Naher Osten. Als langjährige Leiterin des ARD-Studios in Teheran, Moderatorin des „Weltspiegel“ und Buchautorin berichtet sie mit Mut, Haltung und Tiefe über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Iran – und darüber hinaus.
Aufgewachsen in einer deutsch-iranischen Familie, pendelte sie über Jahre zwischen den Kulturen – geprägt von westlicher Freiheit und östlicher Kontrolle. In ihren Vorträgen erzählt sie eindrücklich von ihren Erlebnissen zwischen Macht und Ohnmacht, mutigen Stimmen und systematischer Unterdrückung. Sie gibt Einblicke in das Leben einer investigativen Reporterin, die dort berichtet, wo andere längst nicht mehr hinreisen dürfen – und deren Recherchen nicht selten persönliche Risiken mit sich bringen.
Ihre preisgekrönten Dokumentationen, fundierten Analysen und persönlichen Geschichten machen Natalie Amiri zu einer gefragten Rednerin auf Konferenzen, Bildungsforen und politischen Podien.
Natalie Amiri Vortragsthemen
- Der Nahost-Komplex: Von Menschen, Träumen und Zerstörung
- Zwischen den Welten – Von Macht und Ohnmacht im Iran
- Das Pulverfass Naher Osten & Iran – Die Auswirkungen und Herausforderungen für Europa
- Der Iran: Zwischen verbotenen Partys und US-Sanktionen
- Krieg & Frieden im Nahen Osten: Und die Welt schaut zu
- Natalie Amiri: LIVE AUS DEM IRAN – Mein Leben als Auslandsjournalistin
- Angst vor dem Nahen Osten? Wie die arabische Welt unsere Krise nutzt
In ihren Vorträgen spricht Natalie Amiri über mutige Menschen im Iran, über die Repressionen der religiösen Elite, aber auch über Hoffnung, Vielfalt und gelebten Alltag in einem autoritären System. Ihre Analysen sind messerscharf, ihre Erzählungen berührend. Sie macht deutlich: Die Geschichten hinter den Schlagzeilen sind oft politischer als jeder Leitartikel – und menschlicher als jedes Parteiprogramm.
Wer ist Natalie Amiri?
Natalie Amiri wurde 1978 in München geboren und wuchs in einer deutsch-iranischen Familie auf. Ihre Mutter prägte sie mit einem ganzheitlichen, waldorfpädagogischen Lebensstil, ihr Vater gründete eines der erfolgreichsten Teppichgeschäfte Münchens. Diese besondere kulturelle Mischung formte ihren Blick für Zwischentöne – und legte den Grundstein für ihren späteren Weg als Brückenbauerin zwischen Orient und Okzident.
Amiri studierte Diplom-Orientalistik und Islamwissenschaft an der Universität Bamberg. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes führte sie an die Universitäten von Teheran und Damaskus. Ihre journalistische Laufbahn begann 2007 im ARD-Büro Teheran, später wurde sie zur Leiterin des Studios ernannt. Parallel moderiert sie seit 2014 das ARD-Politikmagazin „Weltspiegel“ und das BR-Format „Euroblick“.
Durch mutige Recherchen, klare Haltung in Interviews und preisgekrönte Reportagen wie „Tod vor Lampedusa – Europas Sündenfall“ oder „Verschwunden in Deutschland“ wurde sie zu einer der bekanntesten Auslandskorrespondentinnen Deutschlands. 2019 wurde sie für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Seit Mai 2020 darf sie aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den Iran einreisen – doch ihre Stimme bleibt: klar, unbequem, engagiert. Ihre Mission: den Menschen im Iran ein Gesicht und eine Stimme geben.